DANKE

Angekommen im neuen Jahr 2015!

Ich schaue zurück auf ein aufregendes und erfülltes Jahr 2014 mit unglaublicher Dankbarkeit. Wieviel ich in den letzten zwölf Monaten erlebt habe, werdet ihr in meinem Rückblick sehen können.

Doch an dieser Stelle möchte ich einfach mal DANKE sagen!

DANKE an jeden Einzelnen, an die besten Freunde der Welt, die tollste Familie auf Erden und die unterstützendsten Wegbegleiter, die es geben kann.

Vor gut eineinhalb Jahren habe ich den Entschluss gefasst, einen Freiwilligendienst in Afrika absolvieren zu wollen und vor über einem Jahr habe ich die Zusage für Kenia bekommen. Habe ich diesen Entschluss bereut? Nein, niemals. Klar hatte und habe ich Ängste, schwierige Situationen und Konflikte mussten bewältigt werden und es wird wohl keinesfalls leichter werden. Doch ich wurde von allen Seiten so gestützt, ich habe soviel Mut zugesprochen bekommen und dankende Worte empfangen, dass ich nicht aufgebe!

Als erstes danke ich meiner Familie, dass sie immer für mich da sind. Meinen Eltern, die mich immer beim Abenteuer Afrika unterstützt haben und zuhören, wenn es mir nicht so gut geht. Danke, dass ihr mich 19 Jahre erzogen und zu dem Menschen gemacht habt, der ich jetzt bin. Wir hatten es sicher nicht immer leicht und nicht über all meine Wege wart ihr begeistert, doch ihr haltet immer zu mir! Danke!

Dann danke ich meinen Freunden. Wie sagt man so schön „Freunde sind eine zweite Familie, die man sich aussucht“ – und das stimmt! Gerade im letzten Jahr habe ich sehr stark gemerkt, wer wahre Freunde sind und wer immer zu einem hält. Und ich wurde nicht enttäuscht. Bis zur letzten Minute wurde ich begleitet und am Flughafen überrascht, ich werde immer auf dem aktuellsten Deutschland- und Schneeradar gehalten und wir planen schon die ersten Unternehmungen nach meiner Rückkehr. Ihr seid die Besten!

Und genauso danke ich allen anderen, die mich mein ganzes Leben bzw jetzt begleiten. Meine Verwandten, Bekannten und Gemeindemitgliedern. Ja sogar Fremde schreiben mir, weil sie zufällig auf meinen Blog gestoßen sind. Ohne euch alle wäre es viel schwerer für mich. Jedes liebe Wort, jeder Gruß, jedes Fragen über mein Wohlbefinden an meine Eltern …. das alles erreicht mich und setzt sich bei mir fest, gibt mir Mut zum Weitermachen. Es macht mich stolz, anderen eine so fremde Kultur etwas näher bringen zu können. Denn am Ende ist das ja auch das Ziel eines Freiwilligendienstes – es zu verbreiten und die Menschen in seiner Umgebung weltoffener und bewusster für ihren Luxus zu machen. Danke, dass ihr mich auf meinem Weg begleitet und in Gedanken bei mir seid!

Doch dieses ganze Auslandsjahr ist natürlich nicht kostenlos und somit möchte ich auch nochmal an jene gedenken, die mir dabei geholfen haben, das benötigte Geld zusammenzubekommen. Danke an alle Spender, ohne die ich niemals hierher hätte kommen können! Danke, dass ihr mir dieses Jahr ermöglicht habt.

Im Herbst haben meine Mitfreiwillige Melanie und ich das Project Toes gestartet. Unser Ziel war es, bis zum Mai 500 Dollar zu bekommen, um unseren kleinen Marktkindern Schuhe kaufen zu können. Das Feedback ist der Wahnsinn und beeindruckt uns unglaublich. Innerhalb von knappen zwei Wochen hatten wir die Summe bereits zusammen, inzwischen sind es 1600 Dollar, also mehr als das Dreifache.
Dafür fehlen mir einfach die Worte!
Die Spenden kommen von Verwandten, meiner Familie, Freunden, meinem Abi-Jahrgang und vorallem total vielen lieben Leuten aus meiner Heimatgemeinde. Einige haben sogar noch ihre eigene Spendenaktion ins Leben gerufen oder Freunde (die mich nicht kennen), haben davon gehört und in ihren Kreisen gespendet. Über jeden Euro haben wir uns gefreut und wir sind überwältigt, wie sich diese Aktion rumgesprochen hat. DANKE!

Wie geht es jetzt weiter mit dem Projekt?! Wie gesagt, eigentlich war das Schuhekaufen für Ende Mai vorgesehen. Aufgrund des nun schon vorhandenen Geldes werden wir die Umsetzung jedoch vorziehen und Ende Februar / Anfang März anfangen, frühestens!
Die letzten Wochen waren wir viel unterwegs und auch die nächsten Wochen sind mit dem Besuch aus Deutschland verplant. Doch gibt es noch einiges zu organisieren und planen. Im Moment sind wir noch dabei, die Hausbesuche zu machen. Das heißt wir besuchen jedes Marktkind einzeln zuhause, um wirklich realistisch einschätzen zu köennen, wer Schuhe und evtl auch Kleidung braucht oder wer genug Paare zu stehen hat. Das nimmt zwar viel Zeit in Anspruch, ist aber nötig, um ein realistisches Bild zu bekommen und außerdem haben wir beim Besuch von Melanies Eltern ja auch bestätigt bekommen, dass ein öffentliches Verteilen eh nicht möglich ist.

Ursprünglich wollten wir ja „normale“ kenianische Schuhe für etwa 5 Euro pro Stück. Doch aufgrund des vielen Geldes haben wir weitaus mehr Möglichkeiten. Deshalb wollen wir für die Kinder, die bereits zur Schule gehen, die teureren Schulschuhe besorgen. Diese sind zwar mit 15 Euro nicht sehr billig, aber dafür in Kenia produziert und wirklich täglich nützlich. Keine nackten Füße mehr im Unterricht!
Doch auch für das übrige Geld haben wir einige andere Ideen. Eine Sache, die hier nämlich stark auffällt: Alle tragen westliche Kleidung, also quasi das was aus unseren Altkleiderncontainern nach Afrika kommt. Also wollen wir sowohl durch den Kauf der Schuhe als auch Kleidung, die lokale Wirtschaft stärken. So wollen wir für die Kleidung eine Näherin beauftragen, die in Kijauri lebt und ihr eventuell eine neue Nähmaschine besorgen – so verdient sie daran und die Kinder bekommen kenianische Kleidung und nicht ein Deutschland-Trikot ausm Laden.
Je nachdem, wieviel wir übrig haben werden und ob wir etwas übrig haben, könnte meine Schule zum Beispiel einen neuen Anstrich gebrauchen – das wäre eine tolle Aktion, die ich mit den Schülerinnen gemeinsam machen könnte.

Doch alles bei Zeit … genug Ideen gibt es, doch alles muss gut überlegt und geplant werden.

Ich halte euch auf dem Laufenden und DANKE DANKE DANKE !!!

2 Kommentare


  1. Liebe Hannah, dir erst einmal ein gutes, gesegnetes und gesundes neues Jahr unter afrikanischem Himmel. Es freut uns jedes Mal, wieder etwas von dir zu hören. Es ist ja einfach toll, dass ihr so viel Erfolg mit euerm Projekt habt. Die Idee mit dem Kauf der Nähmaschine finde ich super!
    Es ist bestimmt schon ein wenig kribblig für dich, wenn du an deinen Besuch denkst. Habt viel Freunde miteinander- tolle Sache!
    Bleibe behütet und liebe Grüße von Dieter und Annette

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  2. Dann drücke ich mal ganz doll die Daumen, dass sich da noch einiges an Geld ansammelt; damit die vielen weiteren tollen Ideen auch noch umgesetzt werden können :*

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